Warum haben bei Facebook alle ein tolleres Leben als ich?

freundin-Autorin Sarah Seiters ist seit über 10 Jahren bei Facebook. Damals meinten ihre Freunde: Das gibt es sicher nicht lange! In ihrer Kolumne schreibt sie darüber, warum es einem oft so vorkommt, als hätten alle ein tolleres Leben als man selbst.

Man könnte meinen, ich sei ausschließlich mit Abenteurern, Sterneköchen, Olympioniken und Models
 befreundet. Zumindest, wenn 
man meinem Facebook- und 
Instagram-Account glaubt.
 Dort posten meine Kontakte
 die unglaublichsten Bilder: von 
Wanderungen, die nach 
Messner-Expedition aussehen.
Von Partys, die als Bacardi-
Reklame herhalten könnten.
 Und von sich selbst – mit 
Sonnenbrille im Haar und
 türkisfarbenem Wasser im
 Hintergrund. Kein Wunder,
 dass manche Facebook-Stöberei
 frustriert. Denn statt vor Karibik-Kulisse zu posieren, war man selbst nur auf dem Balkon und die letzte Fernreise ist so lange her, dass man dafür noch D-Mark wechseln musste.

Dabei ist bekannt, dass die sozialen Medien nicht immer die komplette Wirklichkeit abbilden, sondern ein Highlight nach dem anderen. Denn, dass die Kollegin erst mal fünf Stunden in der Küche schuften musste, bevor die Grillparty à la Martha Stewart steigen konnte, sehen wir nicht. Wir wissen das. Warum also flüstert eine innere Stimme nichtsdestotrotz: “Dein Leben ist viel langweiliger!” ? Forscher erklären das mit einem Attributionsfehler im Gehirn. Sehen wir lachende Menschen, interpretieren wir das als “Dauerglück”. Und vergessen in diesem Moment, dass sich jeder nur im besten Licht präsentieren will. Posts wie: “Ich bin gerade so deprimiert” oder “Highlight im Job: Büro klammern sortieren” schickt man schließlich eher selten durchs World Wide Web. Lieber fotografiert man sein Essen aus jedem Winkel, bis es kalt ist, und verrenkt sich in die unbequemsten Posen, nur damit der Oberarm auf dem Foto etwas dünner aussieht. Der Grund: Bilder, die uns schön/glücklich/interessant erscheinen lassen, pushen das Ego.

Übrigens: Diese 5 Dinge passieren, wenn Sie nicht mehr ständig Facebook checken.

Denken andere, wir führen ein tolles Leben, glauben wir es auch selbst. Das erklärt, warum Frauen zwischen 16 und 25 laut einer Umfrage von „feelunique“ im Durchschnitt ganze fünf (!) Stunden in der Woche Selfies schießen. Ein perfektes Porträt gilt heute ja fast schon als Kunst – und ist richtig harte Arbeit. Es gibt haufenweise Apps zum Foto-Tunen (“Photochron”, “1 Second Everyday”) und YouTube-Tutorials zum Thema, die millionenfach geklickt werden. Dort referieren Internet-Profis über das beste Foto-Licht (1–2 Stunden vor Sonnenuntergang) oder den Babyface-Winkel (schräg von oben, so wirken die Augen größer). Und die Filter erst – puh – eine eigene Wissenschaft.

Die Belohnung: unzählige Likes und der Neid der anderen! Der hat übrigens völlig zu Unrecht so ein mieses Image. Der niederländische Neid-Forscher Niels van de Ven weiß, dass es auch positiven, sogenannten “freundlichen Neid” gibt. Wenn man das Gefühl hat, der andere hat sich z.B. durch langes Sparen seinen Traumurlaub verdient, kann das sehr motivierend wirken. Und es stimmt: Mein letzter Facebook-Besuch hat bei mir derart viel Fernweh geweckt, dass ich direkt angefangen habe, meine nächste Reise zu planen. Nach Panama – da wollte ich schon immer mal hin. Dort werde ich dann aber sicher nicht fünf Stunden lang Selfies produzieren. Schließlich möchte ich den Sonnenuntergang live und nicht durch die Handy-Kamera erleben. Meine Füße in den Sand graben, statt sie zu inszenieren. Meine Freunde werden es mir sicher nicht übel nehmen.

Drei Gründe, warum Sie ohne Kissen schlafen sollten

Beim Schlafen auf das Kissen zu verzichten, erscheint zunächst ungewohnt und unbequem. Wir verraten Ihnen drei Gründe, warum Sie besser mal ohne Kissen schlafen sollten

Gehören Sie zu den Menschen, bei denen man das Bett vor lauter Kissen nicht mehr sehen kann? Wir verraten Ihnen, wann es sinnvoll ist, auf die weiche Kopfablage zu verzichten.

Sie leiden unter Rücken- und Nackenverspannungen

Im Idealfall bilden unser Rücken und Nacken während des Schlafens eine gerade Linie. Dicke, hohe Kissen führen jedoch dazu, dass unsere Wirbelsäule nicht mehr in ihrer natürlichen Position liegt. Unsere Muskeln können sich auf diese Weise nicht richtig erholen und wir wachen mit Verspannungen auf. Wem das bekannt vorkommt, probiert beim nächsten Mal einfach aus, auf sein Kissen zu verzichten.

Sie wollen Ihre Haut verbessern

Manche Menschen neigen dazu, sich nachts tief in ihr Kissen hineinzuwühlen. Unser Hautbild dankt uns das nicht – im Gegenteil: Durch das Kissen wird Druck auf die Kollagenfasern unserer Haut ausgeübt, die deren Elastizität reduziert und die Entstehung von Falten begünstigt.

Neben Schlaffalten können Kissen außerdem Hautunreinheiten begünstigen, denn auf diesen lagern sich mit der Zeit Staub, Schmutz oder Make-up-Reste ab. Wer nicht ständig seinen Kissenbezug wechseln möchte, kann stattdessen versuchen, das Kissen ganz wegzulassen.

Sie schlafen am liebsten auf dem Bauch

Ob ein Kopfkissen sinnvoll ist oder nicht, hängt von unserer Schlafposition ab. Gerade bei Bauchschläfern ist es wichtig, dass das Kissen nicht zu hoch liegt, da sonst die Halswirbelsäule überstreckt wird und Schmerzen die Folge sind (wir erinnern uns an Punkt 1). Wer also am liebsten auf dem Bauch schlummert, kann das in Zukunft getrost ohne Kissen tun. Anders sieht es aus, wenn Sie gerne auf der Seite schlafen: Hier benötigt Ihr Kopf ein Kissen als Stütze, um die Überstreckung zu vermeiden.

Sie haben Probleme, einzuschlafen? Versuchen Sie es mal mit diesem 60-Sekunden-Trick!

Sie sind immer noch skeptisch? Dann versuchen Sie doch, sich schrittweise von Ihrem Kopfkissen zu lösen. Auf diese Weise ist der Umstieg nicht so radikal und Sie können beobachten, wie gut es Ihnen tut. Starten Sie zunächst mit einem zusammengefalteten Handtuch, das in etwa die Höhe Ihres Kissens hat. Nach zwei Tagen können Sie das Handtuch etwas aufklappen – das machen Sie so lange, bis Sie flach auf der Matratze liegen.